Doggy Love, Travel with dogs

Städtetrip mit Hund

Herbstzeit ist perfekt für Städtetrips. Flucht aus dem Alltag, wenn auch nur für paar Tage, tut der Seele gut. Wir waren zuletzt in München und hatten die Wauzis im Schlepptau. Das war unser erster Städtetrip mit den Hunden und im Nachhinein waren wir um einiges schlauer. Hier ein Überblick wie unsere Reise verlaufen ist und was wir alles daraus gelernt haben. Hoffentlich sind paar nützliche Tipps für euch dabei.

Zunächst falls ihr vor der Entscheidung steht mit dem Zug zu fahren oder doch lieber mit dem eigenen Auto zu verreisen, immer das Auto vorziehen, wenn Hunde mit an Bord sind. Der Gedanke, Geld für Benzinkosten zu sparen, ist hier fehl am Platz. Gerade Zugtickets für Hunde können sehr teuer sein. Wir hatten ca. 50 € pro Hund und pro Richtung gezahlt und das bei einer kurzen Strecke Wien-München. Im Endeffekt waren die Zugtickets für die Hunde teurer als für uns, denn wir zahlten um die 30 € pro Richtung pro Person. Nachdem es ja keine Hundekarten in dem Sinne gibt, sondern dies Kindertickets sind, empfehlen wir auf jeden Fall einen Sitzplatz zu reservieren. Warum? Heh, Hunde dürfen doch gar nicht auf den Sitzen Platz nehmen. Korrekt! Aber der Fußfreiheit zu liebe. Es ist nur eine kleine Investition, aber es lohnt sich enorm, sich nicht mit anderen Passagieren einengen zu müssen. Uns ist das auf der Hinfahrt passiert, auf der Rückfahrt waren wir schlauer. Beim Verreisen mit Zug bitte auch daran denken, dass manche Länder Hunde nur in Nachtzügen erlauben, wie z.B. Italien. Bei Deutschland und Österreich ist das gar kein Thema, Hunde sind auch tagsüber erlaubt. Wichtiger Tipp: nicht auf die Idee kommen, mit dem Hund bei den einzelnen Stationen Gassi zu gehen. Dazu sind die Haltezeiten einfach viel zu kurz. Uns ist das zwar nicht passiert, jedoch beobachteten wir eine ältere Frau, wie sie mit ihrem Hund rausging und der Zug ohne sie wieder abfuhr.

Bezüglich der Unterkunft ist Verreisen heutzutage mit Hund super easy. Wir hatten uns für das Sofitel Munich Bayerpost entschieden. Das Hotel war nicht nur traumhaft schön sondern auch sehr hundefreundlich. Die Kleinen dürfen dort auch alleine im Zimmer bleiben, vorausgesetzt sie bellen nicht und stören so keine anderen Gäste. Hier ist es nur erforderlich der Rezeption Bescheid zu geben, dass ein Hund für paar Stunden alleine im Zimmer ist. Naomi und Flacky waren jedoch nicht dazu zu bewegen alleine im Zimmer zu bleiben und so waren sie überall mit uns mit. Wir werden darum das nächste Mal eine Wohnung mieten, in der Hoffnung, dass Naomi und Flacky dort bereiter sind alleine zu bleiben für paar Stunden.

Sightseeing mit Hund verläuft natürlich auch ganz anders als ohne den kleinen Freund. Hunde sind nicht überall erlaubt, dh. auf die eine oder andere Sehenswürdigkeit muss wohl oder übel verzichtet werden. Darum waren wir froh, dass im Englischen Garten Hunde erlaubt sind. Der Ausflug dorthin wird uns jedoch unser ganzes Leben lang nicht vergessen bleiben. Nein, nicht weil es so traumhaft war, sondern weil unsere über alles geliebte Naomi an dem Tag beinahe ums Leben gekommen wäre. Durch den Park fließen mehrere Kanäle des Flusses Isar. So weit so gut, nur haben diese Kanäle eine sehr starke Strömung, zumindest an dem Tag als wir dort waren. Naomi ist eine richtige Wasserrate, sobald sie Wasser sieht, springt sie hinein. Und so auch an dem Tag und das obwohl wir beide es ihr verboten hatten und “Naomi nein” schrien. Naomi sprang ins Wasser und der Fluss trieb sie fort ab. Ich schrie, war total panisch und nicht zu einer Reaktion fähig. Zum Glück bewahrte Iwan seine Nerven, lief den Fluss entlang und rettete letztendlich Naomi. Und zum Glück ist sie so eine gute Schwimmerin, dass sie sich am Wasser halten konnte und nicht in Panik geriet. Uns war dies eine große Lehre. Wir werden die Hunde niemals wieder ohne Leine in einem uns unbekannten Park frei laufen lassen.

Wichtig bei einem Städtetrip ist auch sich vorher zu informieren, ob Hunde in den öffentlichen Verkehrsmitteln willkommen sind oder nicht bzw. wie Taxifahrer mit Hunden umgehen. Uns war es zum Beispiel in München nicht möglich ein Taxi zu finden, vom Englischen Garten ins Hotel zurückzufahren und mussten so die ganze Strecke zu Fuß gehen. Bei der Hinfahrt hatten wir jedoch Glück.

So eine Reise kann für einen Hund auch psychisch anstrengend sein. Sie wissen nicht was los ist, werden innerlich unruhig und bekommen Angst. Was wir leider nicht taten, aber es das nächste Mal auf jeden Fall nicht versäumen werden, ist den Tierarzt paar Wochen vor Reiseantritt zu konsultieren und etwas Beruhigendes für die Kleinen zu besorgen.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Städtetrip mit den Wauzis, welchen wir jedoch nach diesen Erfahrungen ganz bestimmt besser planen werden.