It´s getting personal, Parenthood

Wenn Träume wahr werden – Fabienne’s Entstehungsgeschichte

Hi meine Lieben, heute möchte ich euch etwas mehr über meine Schwangerschaft mit Fabienne und der Geburt erzählen. Ein sehr intimes Thema, doch mich hatten einige Fragen eurerseits erreicht und nachdem dies ein persönlicher Blog ist, werde ich mit euch Fabienne’s Entstehungsgeschichte teilen. Meine treuen Leser wissen, dass wir Reproduktionsschwierigkeiten hatten und so gab es für Iwan und mich nur eine einzige Möglichkeit uns unseren Traum von einer Familie zu erfüllen und zwar mittels IVF. Aus einem früheren Versuch hatten wir noch gefrorene Embryonen und so wurde mir mittels Kryotransfer am 22.2.2016 eins eingesetzt und zwar jenes, das endlich zu unserem Happy End führen sollte. Ich erinnere mich an dem Tag als wäre er gestern gewesen. Ich war an dem Tag so aufgeregt, wahnsinnig gut gelaunt und voller Vorfreude. Iwan und ich fuhren getrennt in die Klinik, ich direkt von der Arbeit, er von zu Hause aus. Auch er war sehr fröhlich an dem Tag und wir beiden waren voller positiver Energie. Irgendetwas war anders als beim letzten misslungenen Versuch. Auch unsere Ärztin war voller Hoffnung und ohne Zweifel, dass dies nun der Embryo sein würde, der unser Leben für immer verändern wird! Und genauso sollte es sein! Neun Tage später, am 3.3.2016, war die Blutabnahme und das Ergebnis bereits zwei Stunden später Stunden da. Ich hatte die Wahl auf den Anruf meiner Ärztin zu warten oder mir den Befund auf der Stelle online abzurufen. Ich hielt es nicht aus zu warten und so schnappte ich mir mein Handy und schlich mich auf die Toilette – ich war in der Arbeit zu dem Zeitpunkt – um den Laborbefund online anzusehen. Ich zitterte vor Freude als ich das Ergebnis sah! Im zweiten Moment hatte ich höllische Angst, doch mein Gefühl sagte mir, diesmal wird alles gut gehen! Die Schwangerschaft ist zwar dann alles andere als komplikationslos verlaufen, aber im Nachhinein betrachtet alles halb so schlimm. Ich hatte gleich am Anfang Blutungen und musste das erste Trimester zwei Mal in der Woche in der Früh vor meiner Arbeit ins Spital fahren, um Proluton-Spritzen zu bekommen. Dann der große Schock in der 23. Schwangerschaftswoche als ich einen Nieren-Kollaps hatte. Ich verbrachte 5 Tage im Krankenhaus. Die Schmerzen waren so heftig und unerträglich, dass man mir sogar Dorphin, sprich Morphium, verabreichte. Hier hatte ich dann für einen Moment an unser Happy End an gezweifelt. Doch wir hatten Glück und es gab keine weiteren Komplikationen mehr.

Der errechnete Geburtstermin war der 11. November 2016, doch an dem Tag passierte nichts und so haben wir drei Tage später die Geburt einleiten lassen. Iwan und ich wollten einfach nicht länger warten, zu groß die Angst, dass auf den letzten Metern noch etwas schief gehen könnte. Nach der Einleitung ging alles sehr schnell. Nur vier Stunden später war ich in der Austreibungsphase, doch dann passierte trotz Pressen nichts für weitere vier Stunden und ich wusste irgendwas läuft nicht gut. Ich verlangte meine Ärztin und am Ultraschal sah man dann, dass die Kleine zwar mit dem Kopf jedoch nicht mit dem Gesicht richtig lag. Ein Kaiserschnitt war die Folge! Für mich war das fein, denn ich hatte solche Schmerzen, dass ich mich aufgrund deren Stärke die ganze Zeit übergeben hatte. Die PDA war bei mir nämlich misslungen und die Wehen kamen alle 20 Sekunden, also war keine Zeit da um Luft zu holen oder sich für paar Sekunden zu erholen. Iwan hingegen war kreidebleich und war auf einen Kaiserschnitt mental gar nicht vorbereitet. Meine Ärztin bestätigte, dass die PDA bei mir verrutscht war und ich einen Kreuzstich brauche und sie lies den OP Saal vorbereiten. Ich hab während des Kaiserschnitts nichts mitbekommen. Mir war immer noch so übel, dass ich mich während der OP mehrmals übergeben habe. Irgendwann hörte ich Iwan voll aufgeregt „Oh mein Gott, sie ist hier. Sie ist hier, Sie ist hier.“ zu mir sagen und alle um mich herum gratulierten mir und busselten mich ab. Sie wurde mir gleich ganz kurz gezeigt. Ich fand sie sooooo süß und sagte Iwan, er soll bitte gut auf sie aufpassen. Und das tat er auch. Er wich nicht von ihrer Seite und übernahm das Bonding während ich noch 2h in dem Aufwachzimmer warten musste, dass die Anästhesie vorbei geht. Ich fühlte mich endlich wieder gut und hatte auch am Folgetag gar keine Schmerzen. Doch ab Tag zwei hatte ich auf einmal die Wundschmerzen sehr stark gefühlt, ich bekam Fieber und mein Blutbild war nicht okay. Ich bekam Infusionen und Antibiotika und die Tatsache, dass ich selbst krank war machte mir zu schaffen. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Doch Iwan war großartig! Er war tagsüber fast die ganze Zeit da, übernachtete sogar an vier Nächten bei mir im Krankenhaus auf dem Stuhl (die Familienzimmer waren leider alle belegt) und half mir , mich um unsere Tochter zu kümmern. Nach 7 Tagen durften wir endlich nach Hause und unser neues Familienleben starten.

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