Getting a dog, Parenthood

Ein Kleinkind und zwei Hunde – der pure Alltagswahnsinn

Ich werde sehr häufig gefragt, wie es ist neben einem Kleinkind auch noch zwei Hunde zu haben. Ich hatte mir mein perfektes Familienleben immer mit Mann, Kind und Hund vorgestellt, genauso wie man es auch aus Hollywoodfilmen kennt und liebt. Doch machen Haustiere das Familienleben komplett oder bedeuten sie nur zusätzlichen Stress in den eh schon so verrückten Alltag als Mama und Papa? Schon in der Schwangerschaft mit Fabienne wurde ich ein paar Mal darauf angesprochen, ob wir die Hunde behalten, jetzt wo wir doch ein Kind bekämen. Ich fand diese Frage immer total fehl am Platz, denn unsere Hunde sind irgendwo doch auch unsere Babys, schon immer gewesen und werden es für immer bleiben. Und wie herzlos muss jemand sein und sich von seinem Haustier trennen? Ich könnte das nie und ich war nach einer solchen Frage von dem Gegenüber immer sehr enttäuscht. In den letzten Schwangerschaftswochen hatte ich dann viele Artikel über die Kompatibilität von Baby und Hund gelesen und auch diese waren mehr ernüchternd als motivierend. Ich war über diese negativen Beiträge sehr enttäuscht. Klar, die Liebe zu einem Haustier kann nicht mit der Liebe zu einem Kind gleichgesetzt werden. Keine Liebe auf der Welt ist größer und intensiver als wie diejenige zu seinem Kind. Das glaubt man im Voraus gar nicht und man macht diese Erfahrung auch erst wenn man Mama oder Papa ist, dennoch behalten Fellbabies einen riesengroßen Platz im Herzen!

Fab and Flacky

Wie es ist ein Baby und ein oder mehrere Hunde zu haben? In unserem Fall war es sehr chillig. Fabienne war ein super braves Baby und forderte nur Aufmerksamkeit, wenn sie ein Bedürfnis hatte, sprich sie meldete sich bei Hunger, zum Windeln wechseln und bei Bauchweh. Soweit alles gut, doch die vielen Kuscheleinheiten machten Flacky sehr zu schaffen und so hätte er das Baby am liebsten mit seinem Kopf jedes Mal von der Couch weggeschoben, um nicht runterzustossen zu sagen, völlig anders Naomi, die dem Baby ständig Küsschen gab. Ruhige Zeiten und Tage waren das noch im Vergleich zu heute, jezt wo Fabienne fast 1,5 Jahre alt ist.

Fab and Flacky on the couch

So kann ich heute sagen, ein Kleinkind und zwei Hunde zu haben ist der pure Wahnsinn. Während Flacky seine anfängliche Skepsis über Bord warf und Fabienne mit dem Größer werden zu seiner besten Freundin wurde, verlor Naomi jeglichen Bezug zum Kind und knurrt sie nur noch an. Ein Kleinkind fordert viel mehr Aufmerksamkeit als ein Baby und Naomi, die bis dato unsere Prinzessin war, kommt damit gar nicht klar. In Folge schottet sie sich komplett ab, während Fabienne und Flacky ein Herz und eine Seele sind. Doch auch er signalisiert seine Eifersucht ab und an. So knabbert und spielt er oft mit ihren Kuscheltieren. Seine eigenen, und die Hunde haben ca 30 Kuscheltiere, sind völlig uninteressant. Doch er liebt Fabienne über alles und würde ihr nie weh tun. Ihm kann ich diesbezüglich zu 1000% vertrauen. Anders sieht es bei Naomi aus. Sie macht den Alltag sehr anstrengend für uns! Fabienne braucht nur an ihr vorbeizugehen und sie knurrt! Bekommt Fabienne zu viel Aufmerksamkeit, versteckt sie sich beleidigt in einem der anderen Zimmern. Ist sie sauer auf uns, tja dann kann es auch schon mal vorkommen, dass sie in die Wohnung kackt, aus Rache selbstverständlich! Gottseidank kommt das inzwischen nun noch super selten vor. Das Zeitmanagement wird mit Haustieren noch stärker gefordert! Unser ganz großes Dilemma im Alltag ist, dass der Tag einfach nicht genügend Stunden har. Ganz ehrlich, unser Alltag mit einem Kleinkind, meinem Teilzeitjob, Iwans Vollzeitjob, Haushalt, Family und friends und zwei Hunden ist der pure Wahnsinn! Und ja, natürlich nicht zu vergessen die Paarbeziehung! Es ist ständig ein Wettlauf mit der Zeit! Auf der Prioritätenliste ganz oben immer unsere kleine Maus, dennoch muss man mindestens 3x am Tag Gassi gehen, Hunde füttern mit ihnen spielen und kuscheln, Tierarzttermine wahrnehmen etc. Doch an keinem ach so anstrengenden Tag habe ich daran gedacht mich von einem meiner Fellbabys zu trennen.

Fab and Flacky forever friends

So stressig der Alltag auch sein mag, es ist genau das, wovon ich immer geträumt hatte! Das was mich erfüllt! Und zu meinem Glück brauche ich nun mal auch meine verrückte Naomi und unseren Goldschatz Flacky! Einmal Hundemensch, immer Hundemensch. Meine Empfehlung an alle werdenden Eltern mit Hund im Haushalt: unbedingt den Hund gut erziehen, bevor das Baby da ist. Unser Alltag mit einem sehr braven Hund wie Flacky ist sehr angenehm, während die verrückte Nudel Naomi für super viel Stress sorgt. Viele kommen auch auf die Idee, ein Baby und einen Welpen zeigleich groß zu ziehen, was sich auch sehr süß anhört, aber in der Praxis wirklich nicht der Fall sein kann.

Naomi and Fab ont he couch

Wie sieht es bei euch aus und euren Erfahrungen mit Haustier und Baby bzw. Kind? Bzw. gehört zu eurem perfekten Familienglück auch ein Haustier dazu?

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